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Vertriebsmodelle, "Referenzkundenmasche", Partnerschaftliche-Vereinbarungen, Premuimpartner, Internet-System-Verträge...

Je nach Branche, Produkt, Klientel und Kommunikationsweg ist die Ausgestaltung von sog. Vertriebsmodellen ungemein vielschichtig. Leider führen Absatzdrang und Konkurrenzdruck nicht selten zu unlauteren Methoden oder rechtlich bedenkenswerten Unzulänglichkeiten in der Vertriebspraxis und dem Umgang mit Kunden. Ob nun zielgerichtet, bewusst oder unbewusst kann dies zu Unsicherheiten und "Unmut" insbesondere auf Seiten der "Betroffenen" führen.

"Eine Nacht drüber schlafen..."

Vergegenwärtigen sollte man sich stets folgendes: Eine Unterschrift im geschäftlichen Verkehr sollte nie "aus dem Bauch" heraus, unmittelbar in der Situation eines Verkaufs- oder Vertriebsgesprächs geleistet werden. Nur in besonderen Fällen wird ein seriöses Unternehmen mit tausenden von Kunden einen "Referenzpartner" dazu drängen eine Vereinbarung gleich welcher Natur sofort zu unterschreiben. Seriöse Vertragsverhandlungen beginnen nicht mit den Worten "Ich will Ihnen nichts verkaufen" und enden nicht mit Formulierungen "Wieso haben Sie Zweifel? Was ist mit Ihrer Ehre als Unternehmer?".

Wenn es zu spät ist: Ruhe bewahren und überlegt handeln

Wenn man trotzdem in die "Falle" getappt ist, ist es vielfach ratsam schnell zu handeln, sich den Ablauf und den Sachverhalt genau zu vergegenwärtigen, Material und Gedanken sowie Erinnerungen schriftlich zu fixieren. Ebenfalls ist es bei Unsicherheiten ratsam möglichst unmittelbar rechtskundigen Rat einzuholen. Wer hier Scheu vor dem sofortigen Kontakt mit einem Rechtsanwalt hat, kann sich auch mit örtlichen öffentlichen Stellen und/oder der Industrie und Handelskammer (IHK) in Verbindung setzen. Einschlägige Firmen und Strukturvertriebe sind dort häufig bereits bekannt.


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